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Salah (Das Gebet) in der Ja'fari-Schule
Das Gebet im schiitischen Ja'fari-Fiqh zeichnet sich durch die Nähe zur Tradition der Ahl al-Bayt und spezifische rituelle Anforderungen aus.
4. Spezifische Ja'fari-Praktiken im Gebet
1. Sujud auf Turba (Mohr / Turbah)
- Urteil: Es ist Wajib (verpflichtend), die Stirn im Sujud auf natürliche, reine Erde (Turba), Sand, Stein oder Holz zu legen.[^1]
- Oft wird ein kleiner gepresster Erdblock (Mohr/Turbah), bevorzugt aus der Erde von Karbala, verwendet.
2. Sadl (Hängende Arme)
- Urteil: Das Falten der Hände (Takattuf) macht das Gebet ungültig (Batil). Es ist Wajib, die Arme locker an den Seiten hängen zu lassen.[^2]
3. "Amin" nach der Fatihah
- Das Aussprechen von "Amin" nach der Al-Fatihah macht das Gebet ungültig (Batil).[^3]
4. Qunut im täglichen Gebet
- Urteil: Der Qunut ist in jedem Pflichtgebet Mustahabb (stark empfohlen).[^4]
[^1]: Beweis (Dalil): Dies stützt sich auf den Hadith des Propheten ﷺ: "Die Erde wurde für mich zu einem Ort der Niederwerfung (Sajdah) und der Reinigung gemacht." (Bukhari). Schiiten folgern daraus, dass man nur auf Erden-Material Sujud machen darf, nicht auf verarbeiteten Stoffen wie Teppichen. [^2]: Nach den Überlieferungen der Imame der Ahl al-Bayt ist das Verschränken der Arme eine spätere Innovation, die nicht zur prophetischen Praxis gehört. [^3]: Die Imame lehrten, dass das Gebet eine Kommunikation mit Allah ist und das Hinzufügen von Wörtern, die nicht Teil der Rezitation oder des Zikr sind (wie "Amin"), das Gebet bricht. [^4]: Basierend auf der ständigen Praxis von Imam Ali und den nachfolgenden Imamen.